Jetzt näherten wir uns langsam dem Endpunkt unserer Campertour. Unterwegs haben wir so viel auslassen müssen, man könnte glatt die doppelte Zeit für diese Strecke veranschlagen. Die letzten zwei Tage haben wir nun in Cairns verbracht. Hier ist das Great Barrier Reef der Küste am nächsten und damit in kurzer Zeit zu
erreichen. Somit werden hier auch allerlei Touren angeboten. Einige fahren zu im Wasser verankerten Plattformen, andere zu kleinen Inselchen. Wieder andere fahren einfach nur auf’s Wasser. Wir entschieden uns für eine preiswerte und fuhren dann mit einem mittelgroßen Schiff mit mindestens 100 Personen an Bord hinaus auf’s Meer. Luxus gab’s keinen, es ging laut, fröhlich und unkompliziert zu. Dafür kostete der ganze Spaß auch nur 59 Australische Dollar. Es herrschte relativ starker Seegang und einigen wurde es auch gut schlecht. Nach ca. 2 Stunden warfen wir Anker und man wurde mit Schnorchelmaske, Flossen und Neoprenanzug ausgerüstet und konnte im flachen Wasser schnorcheln. Durch den starken Seegang war das aber gar nicht so einfach. Alternativ konnte man mit einem Glasbodenboot fahren, das aber auch von Welle zu Welle hüpfte.
 | Für 50 Dollar Aufpreis kam dann aber der Clou: Kurze Einweisung in die Zeichensprache unter Wasser und man konnte, zunächst kostenlos, mit Sauerstoffgerät am Heck des
Schiffes probieren, ob man unter Wasser damit umgehen kann. Danach konnte man, wenn man bereit war, 50 Dollar zu zahlen, mit einem Tauchlehrer auf Tauchgang gehen. Das war ein einmaliges Erlebnis. Hier unten war das Wasser ganz ruhig und man konnte die Korallen und die Fische, Seesterne, Seegurken etc. aus nächster Nähe bewundern. Auch einen Blick über die steile Abbruchkante des Riffs haben wir riskiert. Das ganze wohlgemerkt für Leute, die sonst noch nie getaucht sind und
dementsprechend auch keinen Tauchschein haben. Wenn man will, kann man dann auf ein anderes Schiff übersetzen, eine Woche dort bleiben und den Tauchschein machen. Auf der Rückfahrt wurde ein langes Netz ans Heck des Schiffs geknotet und dann konnte, wer wollte, reinspringen und sich am Netz festhalten. Dann gab der Kapität Vollschub - Netbooming nannte sich das ganze. Wer loslies, trieb ab und wurde mit
einem Boot wieder aufgefischt. |