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Thiessow, Klein Zicker, Kreidefelsen

Früh war es ein wenig bewölkt, so dass wir beschlossen, einen Ausflug zu den Kreidefelsen und Kap Arkona zu machen. Das hatten anscheinend auch andere beschlossen, jedenfalls ging gar nichts mehr auf der (einzigen) Straße von Göhren aus. In Baabe hatte man wohl beschlossen, das Chaos ein wenig zu vergrößern und eine einspurige Baustelle mit Ampel für zwei Stunden eingerichtet, wie wir am nächsten Tag aus der Zeitung erfuhren.

Wir beschlossen jedenfalls, die Fahrtrichtung zu ändern und sind nach Thiessow und Klein Zicker am Ende der Halbinsel Mönchgut gefahren. In Klein Zicker war es ruhig und wir liefen hier etwas die Klippen entlang und suchten uns ein schönes Restaurant zum Mittagessen.

Von Klein Zicker aus läuft man ungefähr eine Stunde Richtung Thiessow zum Südperd, des südlichen Landzipfels der Insel. Hier beginnt der 5 km lange, feinsandige Strand, der sich bis Göhren zum Nordperd erstreckt. Viel Platz und wenig Leute. Flaches Wasser. Einfach toll.

Gegen 15 Uhr beschlossen wir dann, doch noch mal zu versuchen, zum Kreidefelsen zu gelangen. Der Stau war weg und nach ca. 1 Stunde Fahrtzeit erreichten wir den Nationalpark Jasmund, ein großes dunkles Waldgebiet nördlich von Sassnitz. Hier kann man parken und zu Fuß oder per Bus zum Kreidefelsen fahren. Zu unserer Schande muß ich gestehen, dass wir den Bus nahmen, da in der Ferne ein Gewitter drohte. Und richtig: als wir oben waren, kam ein großer Gewitterschauer. Dies ist nicht ungefährlich, da man auf dem Kreidefelsen einen guten Blitzableiter darstellt! Also verließen wir den Aussichtspunkt und liefen Richtung Victoriasicht. Von hier (ca. 10 Minuten entfernt) hat man einen schönen Ausblick auf den Königsstuhl und dieser ist auch noch kostenlos! Inzwischen hatte sich das Gewitter verzogen, so dass wir durch den Wald einen schönen Weg Richtung Parkplatz (ca. 1 Stunde) gingen.

Am Parkplatz mußte ich dann einfach mal den Bagger hier ausprobieren, es stand ja drauf: “Für große Kinder zwischen 9 und 99 Jahren”, in dieses Altersraster passe ich doch rein!

Für eine Weiterfahrt nach Kap Arkona war es nun aber doch zu spät, so dass wir auf diesem Urlaub Kap Arkona ausgelassen haben. Man kann ja auch nie alles sehen.

Den letzten Tag verbrachten wir in aller Ruhe wieder am Strand.


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Letzte Änderung: Freitag, 2. Juni 2006