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Prora - Der Koloss von Rügen

Der Koloss von Rügen - ein monströser Gebäudekomplex. 1936 erfolgte die Grundsteinlegung für das KdF-Seebad Prora. Geplant als Erholgsort für 20.000 Menschen ist es allerdings nie fertiggestellt worden. Bei Kriegsausbruch standen die Rohbauten: 8 Gebäuderiegel, jeder 500m lang, insgesamt also 4km! Alles Zweibettzimmer mit Waschbecken, teilweise mit Verbindungstür, alle mit Meerblick. Gemeinschaftsbäder und -toiletten und ein Restaurant in jedem Riegel waren geplant. Zwei Meerwasserschwimmbäder sollten gebaut werden, eine zentrale Veranstaltungshalle für 20.000 Mann. Bahnhof und Tiefgarage inklusive.

Innerhalb von drei Jahren wurde diese riesige Anlage im Rohbau fertiggestellt und propagandistisch ausgeschlachtet. Während des Krieges wurden Nachrichtenhelferinnen in den schon fertiggestellten Wirtschaftsgebäuden ausgebildet.

Nach Kriegsende sprengte die russische Armee zwei Riegel und ein dritter ist teilweise gesprengt. Die Bausubstanz ist aber so stabil, dass die restliche Gebäude heute noch in gutem Zustand sind. In der DDR stellte die NVA die Gebäude fertig und nutzte sie als riesige Kaserne und Übungsgelände.

Jetzt gehört die Anlage zu Binz und beherbergt ein einfachstes Hotel, verschiedene Museen und ein Dokumentationszentrum. Im Dokumentationszentrum bekommt man einen objektiven Geschichtsabriß, in einem der anderen Museen, das wir besucht haben, ist das alles etwas reißerischer aufgemacht.

Den Nachmittag verbrachten wir in Groß Zicker, einem kleinen Örtchen auf Mönchgut mit vielen schönen reetgedeckten Häusern.

Am nächsten Tag wollten wir nun aber mal endlich einen Tag am Strand verbringen.


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Letzte Änderung: Freitag, 2. Juni 2006