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Schiffshebewerk Niederfinow

Unsere Fahrt führte direkt an einem technischen Denkmal vorbei, dass wir uns nicht entgehen lassen durften: das Schiffshebewerk Niederfinow. 1934 eröffnet ersetzte es eine Schleusentreppe von 7 Schleusen, die benötigt wurden, um von der Havel in die Oder zu gelangen. Jetzt konnten ganze Schiffe in einem Zug 36 m Höhenunterschied in 5 Minuten überwinden.

Es ist schon ein faszinierender Anblick. Für heutige Schubverbände ist das Hebewerk aber zu klein, diese müssen auseinander gekoppelt werden und einzeln gehoben werden. Da das Schubschiff dann fehlt, werden die einzelnen Lastkähne mit einem Haken aus dem Trog gezogen und am Ufer vertäut, bis der gesamte Verband gehoben wurde.

Das Schiffshebewerk hat heute seine Kapazitätsgrenze erreicht und es ist ein neues, größeres geplant. Bis zur Inbetriebnahme wird es aber noch eine ganzes Weilchen dauern und so müssen die Kapitäne weiterhin mit bis zu 2 Tagen Wartezeit rechnen.

Weiter sind wir dann über Beeskow gefahren, ein schönes kleines Städtchen. In der Kirchgasse steht ein altes Haus von ca. 1482, das man besichtigen kann. Nicht vergessen sollte man die nahebei stehende Kirche, deren Innenraum erst im Jahr 2000 wieder errichtet wurde, nachdem die Kirche im Krieg total zerstört wurde.

Im Spreewald haben wir absichtlich nicht in Lübbenau Quartier bezogen, denn dort ist im Sommer viel zu viel los. Wir zogen es vor, am Rande des Spreewaldes in Fleißdorf in einer gemütlichen Pension zu wohnen. Im Innern des Spreewaldes werden genügend Kahnfahrten angeboten und man kommt von hier aus in ruhigere Teile des Spreewaldes, die man von Lübbenau aus nicht erreichen kann. Man kann ebenfalls Kanus oder Paddelboote mieten. Abends fuhren wir aber noch nach Lübbenau, um es wenigstens mal zu sehen.

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Kahnfahrt.


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Letzte Änderung: Freitag, 2. Juni 2006