An Wittenoom fuhren wir vorbei, dort gibt es stillgelegte Asbestminen. Asbest im Felsen soll zwar schön aussehen (blaue Adern), aber in der Luft ist das ungesund. Bis die Minen stillgelegt wurden. sind viele Arbeiter daran gestorben. Und dann waren wir auf der einsamen Strasse.  
Plötzlich knallte es! Die Rückscheibe der Fahrerkabine zerfiel in tausend Splitter! Einfach so. Da kann unmöglich ein Stein zwischen Aufbau und Fahrerhaus geflogen sein, da sind nur 4 cm Platz.
Ausserdem wäre die Scheibe nicht gleich komplett zersprungen. Toyota sagte uns später, dass das bei grosser Hitze und starken Erschütterungen schon mal vorkommen kann. Na, wie beruhigend. Jetzt kam von hinten heisse Luft und die Klimaanlage blies von vorn kalt. AUsserdem kam der ganze Staub rein. Glück im Unglück, 10 km weiter war ein Bauarbeitercamp. Hier half man uns mit einem
Stück Pappe und Klebeband aus und verschloss die Öffnung erst mal provisorisch. Also verabschiedeten wir uns vom Gedanken, in den Millstream Nationalpark zu fahren und schauten nur schnell an Phyton Pool vorbei. Der war aber sehr enttäuschend.
Schnell stiegen wir wieder ins Auto und waren froh, als wir endlich asphaltierte Strassen erreichten, denn die Pappe fiel langsam wieder ab. In Roebourne riefen wir erst unsere Campervermietung an und fuhren dann zu “Chris Spares & Repairs”, eine Werkstatt, die teilweise aussah, wie ein Schrottplatz. Chris meinte, dass die Heckscheibe erst aus dem 2000 km entfernten Perth angleiefert werden müsste und wir stellten uns schon auf eine längere Wartezeit ein. Glücklicherweise schaffte
er es, eine Lieferung für den nächsten Tag mittags zu organisieren. Also suchten wir und einen Campingplatz in Roeburne und verbrachten den nächsten Tag auch noch hier. |