Am zweiten Tag schuten wir und die Old Mill an und besuchten Kings Park. Am Nachmittag sind wir noch mal nach Fremantle gefahren, denn wir wollten noch in’s Maritime Museum. Dort kann man viel über die holländischen Seefahrer erfahren, die im 17. Jahrhundert vor den Klippen bei Kalbarri auf Grund gelaufen
sind. Und man kann jede Menge Bartmannskrüge sehen, die sie als Ladung dabei hatten. Bartmannskrüge werden seit Jahrhunderten in Frechen bei Köln hergestellt, dem Ort, an dem meine Frau geboren wurde.  
Das Nachtleben spielt sich auf der Nordseite des Bahnhofs ab, also in Northbridge. Dort gibt es viele gute Restaurants, daher haben wir dort am Abend gegessen.
Am dritten Tag haben wir dann noch das Westaustralien-Museum besucht. Hier konnte man viel über die “Invasion” der Engländer in Australien erfahren. Australien war damals mitnichten eine “Wilderness, schliesslich haben die Aborigines hier schon über 60.000 Jahre gelebt und das Land umgestaltet. Das ist ein unvorstellbar langer Zeitraum. Es ist bis heute nicht klar, woher die Aborigines kommen, sie müssen vor über 60.000 Jahren, als wir in Europa noch auf den Bäumen
hockten, die Hochseefahrt beherrscht haben und Australien von Asien aus erreicht haben. In den folgenden Tausenden von Jahren hat sich dieses Wissen wieder verloren. Es ist eine Schande, wie mit dem ältesten Volk der Erde umgegeangen wurde. Auch über die Umgestaltung Australiens durch die Siedler hat man viel erfahren und das heute das Land ziemlich unter salzhaltigen Böden leided, Folge der Abholzung.
Eine Sonderausstellung widmete sich dem bislang totgeschwiegenen Thema der Kindesverschleppung bis in die 60er Jahre hinein. Man hat einfach den Aborigines die Kinder weggenommen, im Irrglauben, sie zu “richtigen” Menschen zu erziehen. Nach so viel nachdenklich machenden Dingen verließen wir das Museum und fuhren zum Flughafen. Es wurde Zeit, Australien Lebewohl zu sagen, wir mußten nun leider abfliegen. Aber es blieben uns noch zwei Tage Zwischenstopp in Kuala Lumpur. |